Etymologie und Wappen

Die ehemalige Residenz der Grafen VeldenzDer Name

Um die Herkunft des Namens Lauterecken ergeben sich Streitigkeiten unter den ortsansässigen regionalen Geschichtsforschern.
Es bestehen grundsätzlich zwei Möglichkeiten der Deutung:

1) Der Ort entstand bei einer Talburg zwischen Glan und Lauter.

2) Der Ort lag am Fuß eines Bergschlosses mit Namen Lautereck.

Stadtwappen im SteinDie erste Version galt bislang als gültig und wurde auch von den früheren Namenforschern und Verfassern von Ortsbeschreibungen unterstützt (Widder, Pöhlmann, Christmann, heute Karl Pfleger). In neuester Zeit meldet Martin Dolch leichte Zweifel an, indem er feststellte, dass Glan und Lauter bei ihrem Zusammenfluss keine "Ecke" bilden. Die Vertreter der zweiten Theorie weisen auf viele Bergburgen hin, die den Namen Eck tragen (Schlosseck, Sponeck etc.). Der Name erscheint nicht vor dem 14. Jahrhundert in Urkunden. Alte Nennungen lauten: iuxtra Luterecke (Spätere Ausgabe des Prümer Urbar), die burge und dorffe zu Lutrecken (Kopie von 1343), in die borg zu Lutereckin oder in die stad dar vor (1350), Luterecken burg vnd stat (1387, erste Erwähnung in einer Originalurkunde). Wappen

Die Wappen

Es besteht ein Wappen für die Verbandsgemeinde Lauterecken und ein weiteres für die Stadt.

Verbandsgemeinde Wappena) Die (ehemalige) Verbandsgemeinde Lauterecken

Auf schwarzem Grund ein nach oben zeigendes Dreieck (lauter Ecken) zwischen einem blauen Löwen auf silbernen Grund (Veldenz) und einem roten Löwen auf goldenem Grund (Rheingrafschaft). Die heutigen Dörfer der Verbandsgemeinde standen in der Feudalzeit zum großen Teil unter der Herrschaft der wittelsbachischen Pfalzgrafschaft Zweibrücken (Herzogtum) und der späteren Pfalzgrafschaft Veldenz, zum anderen Teil unter der Herrschaft der Rheingrafen von Grumbach.

Seit 01.07.2014 gehört Lauterecken zur neu gegründeten Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein.

Stadtwappenb) Stadtwappen

Ein auf der Spitze stehendes gleichseitiges, rotes Dreieck, in das ein kleineres rotes Dreieck mit der Spitze nach oben eingelegt ist, darüber ein rotbezungter blauer Löwe, der an die ehemalige Grafschaft Veldenz erinnert.

Mit Änderungen entnommen aus:
Westricher Heimatblätter (Sonderausgabe Verbandsgemeinde Lauterecken), September 2010, S. 104-113.