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Fürstentum Pfalz-Veldenz - lauterecken.de

Fürstentum Pfalz-Veldenz

Das Fürstentum Pfalz-Veldenz-(Lauterecken)-Lützelstein

Pfalz VeldenzIm Nordwestpfälzer Berg-und Hügelland, am Zusammenfluss von Glan und Lauter, liegt Lauterecken. Die einstmals verkehrsgünstige Lage am Schnittpunkt von Römerstraßen führte dazu, dass die dem Verdunschen Lehen St. Medard zugehörige Örtlichkeit befestigt wurde. Lauterecken gehörte zum Herrschaftsgebiet der Grafschaft Veldenz, die sich mit Gerlach I. aus der Dynastie der Nahegaugrafen, den Emichonen, entwickelt hatte. Im Zuge von Stadtrechtsverleihungen (Obermoschel, Odernheim, Kusel) durch Karl IV an den Grafen Heinrich II. von Veldenz wurde Lauterecken zwischen 1343 und 1350 zur Stadt erhoben. Der genaue Zeitpunkt kann nicht genannt werden, weil die Originalurkunde schon seit der Reunionszeit im späten 17. Jahrhundert verloren ist. Am 14. Juni 1713 wurden die Stadtrechte durch die damalige kurpfälzische Obrigkeit bestätigt.

Wappen des Fürstentums Pfalz Veldenz1526 erwarb der eigentlich für das geistliche Amt bestimmte Ruprecht, Bruder des regierenden Fürsten Ludwig II. von der 3. Veldenzer Linie, Schloss, Amt und Flecken Lauterecken. Gleichzeitig wurden ihm zur Sanierung des baufälligen Schlosses Gelder genehmigt. Offensichtlich war Lauterecken schon Nebenresidenz der Fürsten von Zweibrücken und Grafen von Veldenz. Mit dem Marburger Vergleich vom 3. Oktober 1543 bedankte sich Herzog Wolf gang für die gewissenhaft erfüllte Vormundschaft mit der Übereignung eines eigenen Herrschaftsgebietes: Schloss, Amt und Flecken Lauterecken mit seinen Zugehörungen, das Jettenbacher Gericht, das Haus Remigiusberg, das Haus Veldenz mit Zugehörungen nebst genau definierten Nebeneinkünften. Lauterecken war jetzt Hauptort eines eigenständigen Territoriums.

Schloss Veldenz an der MoselRuprecht starb bereits am 28. Juli 1544, 40-jährig, in Graefenstein, das er vier Jahre vorher, vorbehaltlich des Rückkaufs durch die Simmernsche Linie, erworben hatte. In seinem Testament wurde der Umzug seiner Witwe mit einem Hofstaat von 31 Personen nach Lauterecken verfügt. Herzog Wolfgang übernahm die Vormundschaft über den Erben der jungen Herrschaft, Georg Hans, dem er eine gründliche Erziehung angedeihen ließ. Er legalisierte durch Kauf die Angliederung der Besitzungen und Rechte der Benediktinerabtei Remiglusberg. Georg Hans heiratete Anna Maria, eine Tochter des schwedischen Königshauses Wasa, die eine reiche Mitgift nach Lauterecken brachte. Diese Jahre standen im Zeichen einer noch unbeschwerten Blüte der jungen Residenz. Hier kamen fünf der insgesamt zwölf Kinder des wohlhabenden Herrscherpaares zur Welt. Der älteste Sohn wurde auf dem Remigiusberg geboren.

In Lützelstein, das ihm aus dem kurpfälzischen Erbe zugefallen war, verwirklichte „Jerri Hans“ mit der Gründung der Stadt Pfalzburg (Pfalsbourg), dem Bau der dortigen Kirche und des neuen Schlosses in Lützelstein einen Teil seiner hochfliegenden Pläne, wobei er sich immer tiefer verschuldete. Pfalzburg musste an Herzog Karl von Lothringen verkauft werden. Nach dem Tod von Georg Hans 1592 lag die immense Schuldenlast von 300 000 Gulden (H.) auf Fürstentum und Familie. Trotz verbriefter Rechte über die eingebrachte Mitgift und das Wittum verzichtete Anna Maria zunächst auf eine eigene Hofhaltung. Nachdem ihre Söhne sich verglichen hatten, zog sie wieder nach Lauterecken, wo sie 1610 im Alter von 65 Jahren starb.

Georg Hans von Pfalz VeldenzGeorg Gustav, dem ältesten Sohn, fielen Veldenz, Lauterecken und Remigiusberg zu. Er war ein gebildeter und weitgereister Mann, der mit Umsicht regierte. Unter seiner Herrschaft wurde gleich neben dem alten Schloss der „Neue Bau“ im Stil der späten Renaissance vollendet. Georg Gustav war ein treuer Verbündeter seines Vetters Gustav Adolf von Schweden. Zudem war sein Schwager Johann Kasimir mit Katharina, der Schwester des Schwedenkönigs, verheiratet. Zwei seiner Söhne starben als schwedische Obristen im Dreißigjährigen Krieg. Als Georg Gustav 1634 starb, musste seine Frau Maria Elisabetha vormundschaftlich die Herrschaft für ihren noch unmündigen jüngsten Sohn Leopold Ludwig übernehmen.

Historische Postkarte aus LautereckenDieser konnte seine Herrschaft nach dem Westfälischen Frieden antreten. Mit Agathe Christine, Gräfin von Hanau Lichtenberg. verheiratet, fiel ihm durch Erbschaft wieder der Lützelsteinische Besitz zu. Er zog nach Lützelstein um. 1679 wurde sein ältester Sohn Gustav Philipp, den er wegen seines verbrecherischen Lebenswandels ein Jahr vorher in Lauterecken hatte inhaftieren lassen, bei einem Fluchtversuch erschossen. Durch die Reunionen Ludwigs XIV verlor Leopold Ludwig seinen Besitz und starb am 29. September 1694 in Straßburg im Exil. Obwohl aus seiner Ehe 12 Kinder hervorgegangen waren, wurde er nur von zwei Töchtern überlebt. Damit war die Dynastie der Pfalz-Veldenz-(Lauterecker-)-Lützelsteiner Linie nach 151 Jahren erloschen. Das Gebiet fiel an Kurpfalz. Der riesige Schuldenberg, den Georg Hans aufgehäuft hatte, seine testamentarische Teilungspolitik, die weitgestreute territoriale Zersplitterung, die verheerenden Zeitläufte mit der Katastrophe des Dreißigjährigen Krieges mit Einquartierungen, Mordbrennerei und Pestwellen. die Raubkriege Ludwigs XIV hatten diese Seitenlinie der Wittelsbacher zur Bedeutungslosigkeit herabsinken lassen. Über die Stationen kurpfälzische Oberamtsstadt, Cantonshauptstadt im Arrondissement Kaiserslautern des Departements Mont Tonnerre und bayerische Oberamtsstadt ist Lauterecken heute ein Ort mit Mittelpunktfunktion mit 2400 Einwohnern im nördlichen Teil des Kreises Kusel und Sitz einer Verbandsgemeinde, die fast 12 500 Einwohner betreut.

Eingelassener Stein über dem EingangVom alten Schloss ist ein mit spätgotischem Rippenkreuzgewölbe abgestützter Keller im noch immer „Schloss“ genannten Haus Kiltz erhalten sowie die Reste einer Umfassungsmauer mit restauriertem „Veldenzturm“. Über dessen Eingang ist neuerlich ein Stein mit der Jahreszahl 1528 eingelassen mit zwei erhaltenen und einem nicht mehr rekonstruierbaren Wappen: dem Stadtwappen von Lauterecken und einem Wappen mit dem (Veldenzer?) Löwen; dieser Stein könnte aus der Zeit der frühen Renovierung des Schlosses durch den späteren Herrscher Ruprecht stammen. Vom „Neuen Bau“ ist ein Drittel mit liebevoll restaurierter Fassade erhalten. Einige denkmalgeschützte Häuser am alten Marktplatz und in Anlehnung an die verbliebenen Reste der Schlösser erinnern an die Zeit Lautereckens als Residenz. Weitere Zeugen der Vergangenheit sind die renovierte alte Lauterbrücke, vier alte Grabplatten im Eingangsportal der protestantischen Kirche, ein restauriertes gotisches Wegekreuz in der Leichenhalle am Friedhof, ein Frauenkopf aus dem Portal der alten Kirche (heute im Veldenzturm eingemauert) sowie die restaurierte Nepomukstatue der alten steinernen Glanbrücke.

Karl Pfleger
Entnommen aus: Rothenberger u.a.: Pfälzische Geschichte, Bd. 2, Kaiserslautern 2001, S. 338-340.